Freitag, 21. April 2017

Interview: Green Net-Autor Wilfried von Manstein


Gestern habe ich darüber berichtet wie begeistert ich von "Green Net" bin.
Entsprechend aufgeregt war ich, als ich dem Autor Wilfried von Manstein (WvM) ein paar Fragen zu seinem tollen Roman stellen und die Antworten veröffentlichen durfte.
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Joya: Gab es einen einzelnen Impuls zum Schreiben dieses Buches oder entstand die Geschichte nach und nach?

WvM: Ich hatte vor etwa zehn Jahren eher spielerisch damit begonnen, einen Jugendroman zu schreiben, der auf der Grundidee beruhte, dass ein zwölfjähriger Junge mit Bäumen spricht. Auslöser war ein täglicher Spaziergang, der mich an einer über und über mit Efeu bewachsenen Buche vorbeiführte, in deren Schatten ich oft Rast machte und die mich an meine schon früh entstandene, besondere Beziehung zu Bäumen erinnerte.
Des Weiteren hatte ich im Jahre 1990 ein Buch mit ›heilenden Texten‹ veröffentlicht, von denen sich einer mit den Dingen beschäftigte, die wir von den Bäumen lernen können. In der Einleitung zu diesem Text schrieb ich: »Die Bäume haben aus der Erde ein Paradies gemacht, ohne je zu denken. Hoffentlich lernen wir noch rechtzeitig von ihnen und beenden den Kampf gegen unsere uralten Freunde, ohne die wir nicht leben können.«
(„Lerne von den Bäumen“ – e-book https://www.amazon.de/dp/B01MT6MYVI)
Als ich dann merkte, dass es gar nicht so einfach ist, einen Roman zu schreiben, absolvierte ich ein Studium „Kreatives Schreiben“ und verfasste meine Masterarbeit über das Thema. (https://www.amazon.de/dp/3942498146)

Joya: Glauben Sie, dass Pflanzen uns wirklich verstehen können bzw. dass sie eine ähnliche Sprachstruktur besitzen mit Wörtern und Grammatik?

WvM: Wenn die Menschen sich trotz gleicher Sprachstruktur und Grammatik schon so wenig verstehen, warum sollen Pflanzen dann dieses Prinzip übernehmen?
Jedoch: Beim Sprechen oder schöner noch beim Singen oder Musizieren übertragen sich Gefühle und da klappt es schon besser mit der Verständigung. Ja, ich glaube Pflanzen können uns verstehen.

Joya: Was für ein Baum oder Pflanze wären Sie nach einer Verlangsamung wie im Buch?

WvM: Ich glaube, ich bin jetzt schon ein Kaktus. J Im Ernst, Affenbrotbäume liebe ich sehr. Wenn ich wählen könnte, würde ich einer sein wollen.

Joya: Haben Sie einen grünen Daumen?

WvM: Ich glaube nicht. Andererseits: Meine Freunde behaupten, dass bei niemandem außer mir das Basilikum auf der Fensterbank sich so lange hält und sogar ständig nachwächst. Ja, und als ich eine Zeitlang eine sehr große Wohnung hatte, wucherten mich meine Zimmerpflanzen so sehr zu, dass ich sie ständig beschneiden musste.

Joya: Dürfen wir Leser uns auf eine Fortsetzung des Romans freuen? Oder ist erst einmal etwas anderes geplant?

WvM: Ich hatte eigentlich gedacht und das auch des Öfteren betont: „Nie wieder einen Roman – das braucht zu viel Arbeit und zu viel Gehirnschmalz.
Und ich konnte mir monatelang auch gar keine Fortsetzung vorstellen.
Aber in den letzten Wochen habe ich mit Schrecken festgestellt, dass mich neue Ideen zu „Green net II“ heimsuchen:
„Der große Hallimasch“ aus „Green net“ breitet sich auf der ganzen Welt aus und entwickelt eine Strategie zur Ausrottung der Menschen. Er züchtet zum Beispiel Trumps, Le Pens und Erdogans, die dann für ihn die Ausrottungsarbeit verrichten sollen.
Lam-Pi-Jong kann das Zeitreisen nicht lassen und Mario mag sich trotz Pubertät nicht von seinem N’Bongoo trennen.
Und was ist mit Sex? Wird er die zwei Jahre ältere Rado (die aber inzwischen einen festen Freund hat) damit nerven? Wie gut, dass er jetzt einen Kinderpsychologen zum Stiefvater hat!
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Ich möchte mich auch hier noch einmal herzlich für die Beantwortung und den netten Kontakt bedanken und freue mich auf eine Fortsetzung  ♥

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