Samstag, 4. November 2017

Gelesen: Der Himmel über Quickborn

Heute stelle ich euch ein Buch vor, dass euch zurück in die neunziger Jahre versetzt:


Das Buch wurde freundlicherweise von der Autorin Kirstin Messerschmidt über Literaturtest kostenfrei zur Verfügung gestellt. Hier findet ihr weitere Informationen: klick. Herzlichen Dank nochmal für das Rezensionsexemplar.

Beschreibung
Seit sie denken kann, leidet die 15-jährige Olivia „Liv“ Ballato an unkontrollierbaren Wutausbrüchen. Livs Temperament macht sie zur Außenseiterin. Gegen die Einsamkeit unterhält sie eine imaginäre Liebesbeziehung zu Rockstar Kurt Cobain. Als die Familie von der Großstadt ins dörfliche Quickborn umzieht, wird Livs Leben schier unerträglich. Doch dann verliebt sie sich in ihren Lehrer Marc.(Quelle: kirstinmesserschmidt.de)

Autor
Kirstin Messerschmidt, geb. 1981, ist in Schleswig-Holstein aufgewachsen und begann ihre berufliche Laufbahn in einem Rechtsanwaltsbüro. Im Alter von 20 Jahren verließ sie ihre geliebte Heimat und ging nach London, um dort für den Musiksender MTV zu arbeiten. Seit 2005 lebt sie in Berlin. Geschrieben hat sie schon immer, jedoch meistens unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Ihr erster Roman „Winterblut" erschien 2013 beim Klak Verlag.(Quelle: Literaturtest)

Das Buch
Das Buch hat 396 Seiten und wurde am 7. September 2017 in der Edition EP veröffentlicht. Es lässt sich flüssig lesen, Rechtschreib- oder Satzfehler sind mir nicht aufgefallen.

Meinung
Olivia, die viel lieber "Liv" genannt werden möchte, ist ein typischer Teenager der neunziger Jahre. Hat ein Teenager an sich schon genug mit sich selbst zu tun, so kommt es bei Liv noch viel dicker. Ihre Mutter ist eine unausstehliche despotische Frau, die nur glücklich ist, wenn sie andere niedermachen kann. Zum Glück sind Liv und ihr Vater ein eingeschworenes Team wenn es darum geht, die Launen von Charlotte (natürlich nicht deutsch ausgesprochen sondern englisch, das ist schicker!) zu ertragen. Als die Familie aus Hamburg in das ländliche Quickborn zieht, sieht sich Liv einer komplett neuen Schule und Mentalität gegenüber. Es scheint auf der Schule fast ausschließlich zukünftige Arztfrauen oder Neonazis zu geben. Nur ihr Mitschüler Walter lässt sich von Livs schroffen Art und ihren zahlreichen heftigen Wutausbrüchen nicht abbringen und steht ihr stets zur Seite. Als dann Kurt Cobain stirbt, die Liebe ihres Lebens, stürzt sich Liv in ein verbotenes Abenteuer mit ihrem Lehrer Marc. Ob das gut gehen kann erfährt der Leser im Laufe des Buches nur zu gut.

Ich finde, dass das Titelbild gut zum Buch passt. Wer hatte damals nicht einen der leise knisternden Polyester-Sportanzüge im Schrank. Auch die Stimmung im Buch und die gewählten Ausdrücke passen prima in die Zeit. Die Protagonistin Liv wurde mir schnell sympathisch, und ich konnte ihre Wut sehr gut nachvollziehen, auch wenn ich über das Ausmaß des ein oder anderen Ausbruchs dann doch leicht erschrocken war. Teenager eben. Doch obwohl ich mittlerweile meine eigenen Teenagerjahre längst hinter mich gebracht habe, konnte ich mich gut in sie einfühlen. Auch die anderen Figuren im Buch finde ich gut nahe gebracht und authentisch.

Das einzige, was mich ein wenig gestört hat, waren die schnellen Wendungen und Ereignisse gegen Ende des Buches, da hätte ich mir teilweise ein wenig mehr Zeit für die Erzählungen gewünscht. Für mich ging es zum Schluss ein wenig zu schnell. Nichts desto trotz hat mich das Buch gut unterhalten und ich musste des öfteren ziemlich schmunzeln. Ich freue mich schon darauf, weitere Bücher der Autorin zu entdecken und vergebe gute 4 von 5 Sternen für dieses Buch.


Mittwoch, 1. November 2017

Gelesen: Chains - Lass [nicht] los!

Ein tolles neues Buch, das ich über  lesen durfte:


Das Buch wurde freundlicherweise vom Thekla Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt. Hier findet ihr weitere Informationen: klick. Eine Leseprobe kann man sich dort ebenfalls anzeigen lassen. Vielen Dank nochmal für das Rezensionsexemplar.

Beschreibung
Schneewittchen? Was? Du kannst mich mal! Ich hatte mit Idioten gerechnet, nicht mit der blauhaarigen Pestilenz. Ich hatte mit Konflikten gerechnet, nicht mit dem Kampf um meinen Verstand. Was hat mich meine Vergangenheit also gelehrt? [nichts!]

Matthew zieht für ein Austauschsemester in eine Wohngemeinschaft, die kaum nerviger sein könnte. Seine Mitbewohnerin Sirin entpuppt sich bereits innerhalb der ersten Woche als zwangsneurotischer Hausdrache. Mit Robert kann man zwar ganz gut klarkommen, aber Rückendeckung darf man von ihm nicht erwarten, und Karla glänzt hauptsächlich durch Abwesenheit. Doch am schlimmsten scheint Luka. Der Typ, der keinen Mustern folgt, nach keinen Regeln spielt und offenbar Spaß daran hat, Matthew immer wieder an seine Grenzen zu treiben.

Ein Jugendroman über Freundschaft und Feindschaft, und wie nah beides beieinander liegen kann.(Quelle: Blogg dein Buch)

Autor
Johannes Wiedlich wurde Anfang der 80er-Jahre in der Nähe von Darmstadt geboren. Er lebt und arbeitet nach Abschluss eines geisteswissenschaftlichen Studiums nun in Südhessen.
Johannes Wiedlich ist ein Querdenker und verarbeitet in seinen Romanen auf fesselnde Weise eigene Jugenderfahrungen.(Quelle: Blogg dein Buch)

Das Buch
Das Taschenbuch hat 240 Seiten und wurde am 1. August 2017 als Jugendroman beim Thekla Verlag veröffentlicht. Es lässt sich flüssig lesen, Rechtschreib- oder Satzfehler sind mir nicht aufgefallen.

Meinung
Kaum an der Tür geklingelt hat Austauschstudent Matthew schon den Katzenfütterdienst für Kater "Nein" am Hals. Kontrollfreak Sirin nervt mit ihren Regeln nicht nur in der Wohnung, sondern auch im eigens eingerichteten What's App-Chat, den Matthew kurzerhand in "Alcatraz" umbenennt und seinen Mitbewohnern heimlich Spitznamen verpasst. Sirin wird zu Miss Bollywood, Karla, die entwedern Sport macht oder Klarinette bei ihrem Freund übt, nennt er Sporty Spice. Dann gibt es noch den kiffenden und zockenden Nerd Robert, mit dem Matthew sich erstaunlich gut versteht, und Luka, der blauhaarige Punk, der sich scheinbar alles erlauben darf, wird zum Kettenschlumpf. Und genau der ist es, der Matthew langsam aber sicher in den Wahnsinn treibt. Als würde sein eigener neuer Spitzname Snow White bzw. Schneewittchen nicht schon peinlich genug sein, so küsst Luka ihn in der Einführungsveranstaltung vor versammelter Studentenschaft rotzfrech mitten auf den Mund. Was will Luka eigentlich von Matthew, warum bringt er ihn einerseits immer wieder in mega peinliche Situationen, andererseits hilft er ihm aber auch, sich in der neuen Uni zurecht zu finden und verschafft ihm sogar Hilfe bei der ersten Klausur. Matthew, der eigentlich am Liebsten alle Menschen einfach nur in Ruhe hassen möchte und all das, was im letzten Jahr zu Hause geschehen ist, vergessen möchte, versteht die Welt nicht mehr. Bis ihm eines Tages endgültig der Kragen platzt und er Luka zur Rede stellt.

Das Buch ist witzig und mit viel sarkastischem Humor geschrieben worden, erzählende Passagen werden regelmäßig aufgelockert von Chatverläufen mit Familie, Freunden und WG. Auch das Titelbild finde ich passend gewählt, sowohl die Ketten, als auch der Apfel (Schneewittchen) finden sich im Buch wieder. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen, als ich es einmal angefangen hatte, und vergebe gerne volle 5 Sterne!


Sonntag, 22. Oktober 2017

Gelesen: Die vier Söhne des Doktor March

Heute stelle ich euch wieder ein Ebook vor, welches ich über dotbooks lesen durfte:


Das Buch wurde freundlicherweise von dotbooks kostenfrei zur Verfügung gestellt. Hier findet ihr weitere Informationen: klick. Vielen Dank nochmal für das Rezensionsexemplar.

Beschreibung
Das Grauen wohnt mit dir unter einem Dach: „Die vier Söhne des Doktor March“ von Brigitte Aubert jetzt als eBook bei dotbooks.

Ist sie noch sicher – oder das nächste Opfer?
Haushaltshilfe Jeanie findet im Schlafzimmer ihrer Arbeitgeberin ein Tagebuch, in dem sich einer der vier Söhne der Familie als Mörder zu erkennen gibt. Anfangs glaubt sie an einen schlechten Scherz. Doch schon bald melden die Nachrichten einen mysteriösen Todesfall, der genau den Beschreibungen aus dem Tagebuch entspricht. Von panischer Angst und atemloser Neugier getrieben, liest Jeanie weiter: über missbrauchte Mädchen, getötete Frauen und über das nächste Opfer – sie selbst …

Ein grausiges Tagebuch, ein perfides Spiel und Gänsehaut pur!(Quelle: dotbooks)

Autor
Brigitte Aubert gehört zu Frankreichs profiliertesten Spannungsautorinnen. Neben Kriminalromanen und Thrillern schreibt sie Drehbücher und war Fernsehproduzentin der erfolgreichen »Série noire«. 1996 erhielt sie den französischen Krimipreis. Heute lebt sie in Cannes und führt ein altes Kino, das sie von ihren Eltern übernommen hat.
(Quelle: dotbooks)

Das Buch
Das Ebook hat etwa 210 Seiten und wurde am 2. Mai 2017 als Roman beim dotbooks Verlag veröffentlicht. Es lässt sich flüssig lesen, Rechtschreib- oder Satzfehler sind mir nicht aufgefallen.

Meinung
Das Cover der Ebook-Ausgabe passt meiner Meinung nach wirklich gut zum Inhalt des Romans, denn hier geht es um das Schreiben eines mörderischen Tagebuchs, und genau das kommt auch so rüber.

Als die alkoholabhängige Haushaltshilfe Jeanie das Tagebuch des Mörders zufällig im Mantel ihrer Arbeitgeberin entdeckt, glaubt sie zunächst an einen geschmacklosen Scherz. Schnell wird ihr jedoch klar, dass das, was sie dort lesen muss, keineswegs ein Scherz ist, sondern die Notizen eines der vier Söhne ihres Arbeitgebers Doktor March. Doch wer von den Vierlingen ist nun wirklich der Mörder? Und wie kann er wissen, dass sie heimlich im Buch liest, denn plötzlich richtet sich seine Aufzeichnung nicht mehr an das unpersönliche Tagebuch, sondern direkt an sie. Jeanie muss schnell herausfinden, wer von den Vierlingen der Mörder ist, denn sein nächstes Ziel steht schon fest: Jeanie selbst.

Der Aufbau des Buches ist ungewöhnlich. Es gibt, bis auf im im Epilog zum Beispiel, keine Erzählerperspektive, die gesamte Handlung wird aus Sicht von Jeanie und dem Mörder wiedergegeben, indem sie in ihre jeweiligen Tagebücher schreiben. So entsteht erst nach und nach ein Bild der handelnden Personen und Orte, und der Leser erfährt ausschließlich das, was die beiden selbst erzählen. So bleiben die Protagonisten im Allgemeinen ziemlich flach, die Eindrücke der beiden sind hingegen umso intensiver beschrieben. Die Angst Jeanies, die Gefühle des Mörders vor, während und nach den Morden und wie er es genießt, Jeanie Angst zu machen, war schon ungewöhnlich eindrücklich.

Und genau das ist bei mir persönlich auch der große Kritikpunkt: Mir ging das zu nah, die Psyche des Mörders ist einfach zu abgedreht und hat mich sehr abgestoßen, und auch Jeanies Denkweise ist für mich ziemlich anstrengend gewesen. Wer Spaß an Psychothrillern hat, der wird hier denke ich eher auf seine Kosten kommen, für mich hat es dann leider nur für neutrale 3 von 5 Punkten gereicht.


Sonntag, 15. Oktober 2017

Gehört: Forever again

Ein tolles neues Hörbuch, das ich über  lesen durfte:


Das Hörbuch wurde freundlicherweise von JUMBO Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt. Hier findet ihr weitere Informationen und könnt es auch bestellen: klick. Eine Hörprobe kann man sich dort ebenfalls anhören. Vielen Dank nochmal für das Rezensionsexemplar.

Beschreibung
Als sich Katherine und Matthew im Jahr 2039 an der Uni treffen, kommen sie sich irgendwie bekannt vor. Gemeinsam finden sie heraus, dass es in den vergangenen Jahrhunderten Paare mit ihren Namen gab: zur Zeit des Jakobitenaufstandes 1745, während des Krimkrieges 1854 und zwanzig Jahre vor ihnen, im Jahr 2019. Jedes Mal haben die beiden den Verlauf der Geschichte mit beeinflusst und wurden immer auf tragische Weise getrennt. Bei ihrer Recherche geraten sie mitten hinein in eine Verschwörung, in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aufeinanderprallen.(Quelle: Blogg dein Buch)

Autor
Lauren James studierte Chemie und Physik an der Universität Nottingham. Heute lebt sie in einem kleinen englischen Dorf in den West Midlands.(Quelle: Blogg dein Buch)

Das Buch
Das Hörbuch hat eine Länge von 05:18:59 und als Printausgabe 384 Seiten.

Meinung
Wie kann es sein, dass der sympathische aber absolut fremde neue Laborpartner namens Matthew Kathrine so vertraut vorkommt, wo sie sich doch gerade erst getroffen haben? Und woher kommen die spontanen Eingebungen, die ihr helfen, die Spuren ihrer angeblich terroristischen Tante von vor 20 Jahren wieder aufzunehmen, zumal Tante Kat und ihr Mann Matt genauso aussahen wie Kathrine und Matthew 20 Jahre später? Diese und noch weitere Fragen stellen sich die beiden Protagonisten Katherine und Matthew, die scheinbar nicht nur ein Mal gelebt haben und sich in den verschiedenen Zeitepochen immer wieder begegnen.

Da wäre das Jahr 1745, in dem Katherine kurz nach dem Tod ihrer geliebten Großmutter zu ihrer Tante Elisabeth in die Stadt ziehen muss und den attraktiven schottischen Kutscher Matthew sehr viel anziehender findet als die edlen Herren, die ihre Tante für sie vorgesehen hat. Dann stehen die Aufständischen vor der Toren der Stadt und Kathrine muss sich entscheiden, ob sie sich in Sicherheit bringen oder mit Matthew die Stadt verteidigen will.

Im Jahr 1854 ist Kathrine, genannt "Kit", eine Waise, die sich in Jungsklamotten durchschlägt und schließlich in die Dienste von Matthew eintritt, der als Reporter für die Times von der Kriegsfront an der Krim berichten will. Kann sie auf einem Schiff weiterhin verbergen, dass sie eigentlich gar kein Junge ist, und was wird das für Konsequenzen haben?

In 2019 sind Kat und Matt ein Forscherehepaar, dass letztendlich bei dem Versuch erschossen wurde, waffenfähige Bakterien zu stehlen. Doch ist das wirklich so abgelaufen?

Und schließlich gibt es noch die Biologiestudentin Katherine, die den neuen Laborpartner Matthew schließlich doch ins Vertrauen zieht, als ihr die unglaubliche Ähnlichkeit zu ihrer Tante Kat und ihrem Onkel Matt auffällt. Können sie gemeinsam aufdecken was damals geschah und warum sie scheinbar immer wiedergeboren werden?

Und noch eine Frage: Was ist das für eine seltsame computerähnliche Stimme, die immer wieder die Fortschritte und Ereignisse der einzelnen Episoden kommentiert? Wird das alles doch irgendwie beobachtet oder gesteuert?

Sprecherin Julia Meier liest das Buch mit so viel Witz und Raffinesse, dass ich es kaum ausschalten konnte. Katherine und Matthew haben in den einzelnen Zeiten leicht unterschiedliche Charakterzüge, und das bringt sie hervorragend rüber. Ich habe richtig mitgefiebert und habe am Schluss sogar ein kleines Tränchen verdrückt weil ich das Ende so gelungen fand.

Kurz gesagt: Ich kann dieses Hörbuch von ganzem Herzen weiterempfehlen und vergebe daher volle 5 Sterne.


Sonntag, 10. September 2017

Gelesen: Sharj und das Salz der Erde

Heute stelle ich euch wieder ein Jugendbuch vor, das ich über Literaturtest lesen durfte:


Das Buch wurde freundlicherweise von AH Tales and Stories S.L. kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vielen Dank nochmal für das Rezensionsexemplar.

Beschreibung
Sharj und José sind gerade mit dem Rad unterwegs, als der Kompass die beiden wieder in eine andere Welt transportiert: nach Terra Salinas. In dieser Welt lebt der böse Herrscher Mula, der den Kindern alles Spielzeug weggenommen hat. Die Eltern verkauft er als Sklaven an eine andere Provinz, die Kinder sind ihm vollkommen ausgeliefert. Mula verwandelt sie in Maschinen mit dem Ziel, eine Armee aufzustellen.

Diesmal kommen Sharj und José an unterschiedlichen Orten an und müssen lange ohne die Hilfe des anderen zurechtkommen.

Schaffen sie es, die Kinder zurückzuverwandeln und wieder mit ihren Eltern zu vereinen? Können sie die Bösen besiegen? Sharj und José erleben wieder ein spannendes und gefährliches Abenteuer.

Und auch Zuhause ist einiges los: José wird einen kleinen Hund bekommen! Dieser Welpe ist etwas ganz Besonderes. – Der immerwährend böse Otto hat mit Widrigkeiten zu kämpfen, und Dr. Krüger macht eine unglaubliche Entdeckung.(Quelle: Klappentext)

Autor
Audrey Harings wurde als einziges Kind ihrer Eltern 1969 in Trier geboren.

Schon mit 11 Jahren rezensierte sie Kinderbücher für das ZDF. Damals gab es bis zu 10 Mark für jedes besprochene Buch. Ihre Eltern waren Sänger und schrieben außerdem Schlagertexte, bei welchen Audrey sich schon damals einbrachte. Ihr Vater betreute das Kabelpilotprojekt Ludwigshafen und war Redakteur einer Fernsehsendung. So schnupperte Audrey schon früh den Duft der Kunst. Als Jugendliche schrieb sie Kurzgeschichten für die Schülerzeitung. Auch betreute sie Lesegruppen für ausländische Kinder. 2016 veröffentlichte sie ihr erstes Buch.

Ihre Passion ist es Kinderbücher für Kinder zu schreiben und zwar nur für Kinder.
(Quelle: audreyharings.com)

Das Buch
Das Taschenbuch hat 324 Seiten und wurde am 1. August 2017 als Kinderbuch bei AH Tales and Stories S.L. veröffentlicht. Es ist in leseanfängerfreundlicher Schriftgröße gedruckt.

Meinung
Nach Sharj und das Wasser des Lebens und Sharj und der Feuerkristall ist dies der dritte Band der vierteiligen Reihe um Sharj und José. Wie schon zuvor werden die beiden durch den magischen Kompass wieder in eine für sie vollkommen fremde Welt teleportiert, und dieses Mal müssen die beiden sich erst ziemlich lange getrennt voneinander als Roboter und Beduine durchschlagen, bevor sie sich wiedersehen und letztendlich die Geschichte zum Guten wenden können.
Auch in der realen Welt gibt es Ähnlichkeiten zu den Vorgängern, Otto ist bösartig und hinterhältig wie schon zuvor und auch die anderen Erwachsenen der Vorgängerbände spielen wieder mit. In diesem Buch wird auch aufgeklärt, warum der eine frischgeborene Welpe, der für sein Alter unmögliches vollbracht hat, anders ist als die anderen Welpen. Und ein schreckliches Familiengeheimnis wird langsam aufgedeckt, die Auflösung gibt es aber erst im vierten Teil der Buchreihe.

Das Buch ist in leseanfängerfreundlicher großer Schrift gedruckt, die Sprache ist nach wie vor kinderfreundlich einfach und unkompliziert. Für einen Erwachsenen ist die Art der Sprache und der kurzen Sätze wohl etwas steif und flach, für Kinder sind kurze Sätze und unkomplizierte Sprache aber von Vorteil.

Das Titelbild ist passend zum Inhalt gewählt und auch die Illustrationen im Buch sind wieder sehr schön gestaltet. Einige der Bilder sind auf der Seite der Autorin zu finden: klick.

Im zweiten Band gab es einige Passagen, die auf den ersten Blick absolut nichts mit der Geschichte an sich zu tun hatten und die überflüssig erschienen. Im dritten Band wird nun deutlich, dass diese Passagen sehr wohl ihre Berechtigung hatten, und die Geschichte in der realen Welt wird langsam richtig spannend.

Das Buch ist zwar Teil einer Buchreihe, lässt sich allerdings auch davon losgelöst lesen, da es am Anfang eine Zusammenfassung der ersten beiden Bücher gibt. Natürlich ersetzt diese nicht die ersten Bücher, bringt den Leser aber auf den nötigen Wissensstand, um dieses Buch hier gut lesen zu können.

Dieser Teil der Reihe ließ sich meiner Meinung nach etwas besser lesen als der zweite und ähnelt von der Spannung her dem ersten. Ich bin froh, dass die Reihe nach dem etwas schwachen zweiten Teil wieder Fahrt aufgenommen hat und bin nun wirklich gespannt auf den vierten und letzten Teil und vergebe heute gute vier von fünf Sternen.


Sonntag, 3. September 2017

Gelesen: Das Schweigen von Brodersby

Ein tolles neues Buch, das ich über  lesen durfte:


Das Buch wurde freundlicherweise von Grafit Verlag GmbH kostenfrei zur Verfügung gestellt. Hier findet ihr weitere Informationen: klick. Eine Leseprobe kann man sich dort ebenfalls anzeigen lassen. Vielen Dank nochmal für das Rezensionsexemplar.

Beschreibung
Ein charismatischer Landarzt, ein idyllisches Dorf, kauzige Einwohner
und mysteriöse Todesfälle

Brodersby – die kleine Gemeinde zwischen Schlei und Ostsee ist bekannt für ihre idyllische Umgebung. Neben den in der Region allgegenwärtigen Ferienwohnungen gibt es hier immerhin eine Tankstelle, ein griechisches Restaurant und einen Kiosk, der die Nachrichtenzentrale für Klatsch jeder Art ist. Man kennt sich im Dorf, man redet miteinander, auch übereinander, und bildet eine geschlossene Front gegenüber Zugezogenen.
Das muss auch Jan Storm feststellen. Der ehemalige Soldat übernimmt auf der Suche nach einem Neuanfang die Landarztpraxis im Dorf. Nach einem traumatischen Afghanistaneinsatz will er nur noch vergessen – und der kleine Ort scheint meilenweit entfernt von Schusswunden, Explosionen und Toten.
Doch dann erfährt der Arzt, dass sein kerngesunder Vorgänger unter mysteriösen Umständen verstarb, und auch in der Praxis scheint es Ungereimtheiten zu geben. Als weitere Einwohner plötzlich zusammenbrechen, wird endgültig klar, dass in Brodersby nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Jan beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen. Unterstützung erhält er von Lena, der attraktiven Arzthelferin – aber die scheint ebenfalls etwas zu verbergen.
(Quelle: Blogg dein Buch)

Autor
Stefanie Ross wurde in Lübeck geboren. Sie verbrachte einen Teil der Schulzeit in Amerika und unternahm später ausgedehnte Reisen unter anderem durch die USA, Kanada und Mexiko. Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre folgten leitende Positionen bei Banken in Frankfurt und Hamburg. Sie ist verheiratet, Mutter eines Sohnes, fährt gerne Motorrad und schreibt seit 2012 Thriller.(Quelle: Blogg dein Buch)

Das Buch
Das Taschenbuch hat 347 Seiten und wurde am 17. Juli 2017 bei Grafit Verlag GmbH veröffentlicht. Es lässt sich flüssig lesen, Rechtschreib- oder Satzfehler sind mir nicht aufgefallen.

Meinung
Jan Storm möchte seine ereignisreiche und belastende Vergangenheit gerne hinter sich lassen und einfach nur noch ein ruhiges, beschauliches Leben auf dem Land führen. Die Chance, eine eigene Praxis in dem kleinen Ort Brodersby zu übernehmen, kommt daher wie gerufen für ihn. Seine unkonventionelle Art kommt bei den sonst gegenüber Fremden doch eher verschlossenen Einwohnern erstaunlich gut an und sie sind sehr schnell sehr froh, dass er zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist und so einige Leben rettet. Schnell wird der ehemalige Berufssoldat misstrauisch und beginnt, Nachforschungen anzustellen. Warum werden plötzlich Kinder und andere Einwohner Brodersbys krank, und woran ist sein Vorgänger gestorben? Was verbergen die Dorfbewohner vor ihm, wo er doch eigentlich nur helfen möchte? Mit der Zeit gewinnt der tüchtige Landarzt mit seiner hilfsbereiten Art neue Freunde und gemeinsam stellen sie sich den Tätern, um sich und die Umwelt vor weiteren Schäden und sogar morden zu retten.

Es gibt Bücher, die mich schnell packen und mitreißen, und dies ist wieder so ein Exemplar. Die Geschichte beginnt mit dem Umzug des neuen Landarztes in das kleine Dorf und der Leser bekommt nach und Nach Einblick in Jan Storms Vergangenheit und dem großen Unglück in Afghanistan. Wieder und wieder wird der motorradfahrende Ex-Soldat von Flashbacks heimgesucht und anstatt beschaulicher Landidylle erwartet ihn ein neues großes Rätsel und Abenteuer. Jan wird meiner Meinung nach toll beschrieben und ich fand ihn sofort sympathisch. Die weiteren Charaktere bleiben etwas oberflächlich, doch plastisch genug, um mit ihnen mitzuleiden und sich zu freuen. Die Geschichte finde ich spannend geschrieben und gerade die Informationen über Berufssoldaten, Spezialeinheiten bei Bundeswehr und Polizei und die  Posttraumatische Belastungsstörung beim Protagonisten fand ich spannend beschrieben.

Ganz am Ende des Buches habe ich noch den Hinweis gefunden, dass weitere Bände rund um Brodersby geplant sind, und daher fiel mir der Abschied von den Figuren nicht ganz so schwer wie sonst, ich freue mich schon sehr auf eine Fortsetzung.

Fazit: Ein spannender Krimi mit sympathischen Figuren und unsympathischen Antagonisten, der Lust auf mehr macht. Wenn ich das Buch kaum aus der Hand legen mag beim Lesen hat die Autorin einiges richtig gemacht. ;-) . Ich kann daher leichten Herzens volle 5 von 5 Sternen vergeben.


Freitag, 11. August 2017

Gelesen: Welpen und Kinder: So werden sie gemeinsam groß

Ein tolles neues Buch, das ich über  lesen durfte:


Das Buch wurde freundlicherweise vom Kynos Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt. Hier findet ihr weitere Informationen: klick. Eine Leseprobe kann man sich dort ebenfalls anzeigen lassen. Vielen Dank nochmal für das Rezensionsexemplar.

Beschreibung
Kleine Hunde und kleine Kinder sind eine tolle Kombination - wenn man es richtig anfängt und mit Sachverstand herangeht. In diesem Ratgeber für Eltern berichten die Autorinnen aus ihrem reichen Erfahrungsschatz in Sachen Hunde und Kinder und informieren, was zu beachten ist, damit alle Beteiligten gesund und glücklich bleiben. Dieser Ratgeber für Eltern erklärt, was zu beachten ist, wenn ein Kind in einen Haushalt mit Hunden geboren wird oder wenn ein Hund für die Kinder angeschafft werden soll. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte.(Quelle: Blogg dein Buch)

Autor
Pia Silvani ist Leiterin für Ausbildung und Verhaltensfragen am St. Hubert’s Animal Welfare Center in Madison, New Jersey. Zu den Verhaltensproblemen in Zusammenhang mit Aggression und Angst führt sie private Einzelberatungen durch.

Lynn Eckhardt gibt Obedience-Kurse und Einzelberatungsstunden zu Verhaltensproblemen wie Aggression und hat damit ihre Liebe zu Hunden, ihr Interesse an Hundetraining und – verhalten und der Wunsch, anderen bei der Erziehung ihrer Hunde behilflich zu sein, zum Beruf gemacht.(Quelle: Blogg dein Buch)

Das Buch
Das Hardcoverbuch hat 248 Seiten und wurde am 23. Februar 2007 als Ratgeber beim Kynos Verlag veröffentlicht. Es lässt sich flüssig lesen, Rechtschreib- oder Satzfehler sind mir nicht aufgefallen.

Meinung
Durch meine Tätigkeit als Hundetrainerin in Ausbildung bin ich natürlich sehr interessiert an allem, was Hundebesitzern neben dem Unterricht in der Hundeschule wertvolle Tipps zum Nachlesen vermittelt. Daher war ich sehr gespannt, wie und was die Autorin zu diesem speziellen Thema "Welpen / Junghunde und Kinder" zu sagen hat.

Das Buch ist übersichtlich in Abschnitte aufgeteilt und jeder Abschnitt noch einmal in Kapitel. Jeder Abschnitt hat seine eigene Farbe und wird von einigen Fotos aufgelockert. Hinweise in Form von Pfoten- und Handabdrücken fassen wichtige Stellen nochmal in Schlagworten zusammen, farbige Infokästchen klären über die Aufgaben der Eltern auf ("Ihr Job") oder weisen auf wichtige Punkte hin ("Merke" und "Achtung"). Was mir auch sehr gut gefällt, sind die vielen Fallbeispiele aus der Arbeit der Autorin und ihren Mitarbeitern. Sie erzählen in kurzen Geschichten, warum ein Hund zum Beispiel nicht an einer Kette auf dem Hof gehalten werden sollte, welchen Kleinigkeiten im Umgang mit den Welpen später zu großen Schwierigkeiten führen können und welche Missverständnisse entstehen könne, wenn Mensch die Signale des Hundes ignoriert bzw. nicht lesen kann.

Ergänzend zu vielen Tipps, Hinweisen und Verhaltensregelen wird im ersten Teil auch noch die Entwicklung des Hundes aufgezeigt, denn schon bevor der Welpe ins neue Zuhause kommt kann schon eine ganze Menge schief gehen. Der neue Welpenbesitzer muss darauf achten, dass er sich "seinen" Züchter gut aussucht, denn dieser legt die Grundsteine für einen gut sozialisierten Hund. Wird hier eine ordentliche Aufzucht versäumt, drohen Deprivationsschäden, die den Hund sein ganzes Leben lang begleiten werden.
Auch die Wahl der/des passenden Rasse, Größe, Charakters und nicht zuletzt des Geschlechts hat Einfluss auf das spätere Zusammenleben. Deshalb ist es so wichtig und richtig, dass auch diese Informationen im Buch zu finden sind, es macht die Vorbereitung rund.

Leider ist das Buch nicht mehr auf dem aktuellen Stand was die wissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnisse angeht, da es bereits 2007 veröffentlicht wurde. So wird zum Beispiel auf Seite 37 die Kastration des Hundes empfohlen, damit er keine Streuner produziert und im Alter weniger gesundheitliche Risiken hat. Letzteres stimmt leider nicht wie die neueren Studien ergeben haben. Auch die Empfehlung der in den USA so beliebten unsichtbaren Stromzäune seheich kritisch, da viele Veterinärämter die stromstoßerzeugenden Halsbänder als tierschutzwidrig ansehen. An manchen Stellen erkennt man die unterschiedlichen Gesetzgebungen in den USA und in Deutschland, daher sind gewisse Dinge mit Vorsicht zu genießen. Die meisten Teile des Buches empfand ich jedoch als hilfreich.

Mein Fazit: Ein Buch nicht nur für (Hunde-)Eltern mit Kindern, sondern für alle Hundebesitzer, die Kontakt mit Kindern in der Nachbarschaft, im Freundes- und Bekanntenkreis oder der Familie haben. Kleine Abzüge gibt es von mir, da das Buch mittlerweile 10 Jahre alt ist und nicht mehr ganz aktuell ist was Forschungsergebnisse angeht. Insgesamt finde ich das Buch aufgrund der vielen Tipps und Beispiele dennoch empfehlens- und lesenswert und vergebe daher gute 4 von 5 Sternen.


Freitag, 21. Juli 2017

Gelesen: Call of the wild (Harry Potter Fanfiction)

Es fällt mir sehr schwer, aber heute muss ich einmal eine richtig schlechte Bewertung für dieses Buch vergeben:


Das Buch gibt es zur Zeit als Ebook kostenfrei bei Amazon: klick.
Update 23.07.2017: Dieses Buch und auch die vier anderen Bücher des Autors sind von Amazon komplett verschwunden. Scheinbar kam die Rezension nicht so gut an oder es gab andere Beschwerden. Trotzdem lasse ich die Rezension online, vielleicht tauchen die Bücher ja doch noch einmal auf.

Beschreibung
Harry nickte nur stumm. Das hatte er erwartet. Um die meisten Sachen machte er keinen Hehl daraus, dass er sie nicht wieder sehen würde, das einzige was er bereute, war der Umhang. Er hatte Sirius gehört und wie es sich bei einen Rumtreiber gehört, hatte er ein paar Zusatzfunktionen gehabt, wie zum Beispiel geheime Taschen, wo Harry stets sein ganzes Hab und Gut, was ihm wichtig war – er hatte nicht viel – bewahrte und es so immer sicher bei ihm hatte.(Quelle: Amazon)

Das Buch
Als Printbook hätte das Buch 946 Seiten. Informationen über das Veröffentlichungsdatum, einen Verlag oder den Autor selbst konnte ich nicht finden.

Meinung
Eins vorweg: ich liebe das Harry Potter-Universum, die Bücher, die Filme, alles was dazugehört. Als ich vor ein paar Tagen dann auf dieses zur Zeit kostenlose Buch gestoßen bin, war ich mehr als erfreut, als es sich als HP-Fanfiction herausstellte. Leider ist das weder irgendwo vermerkt und auch nur ansatzweise zu vermuten wenn die Beschreibung gelesen wird. Auch über den Autoren konnte ich nichts herausfinden, außer, dass er vor kurzem 5 Bücher bei Amazon veröffentlicht hat, die der Beschreibung nach alle im HP-Universum angesiedelt sind. Ich vermute, dass es sich hier um Selfpublishing handelt, es ist nichts angegeben ob ein Verlag, Amazon selbst oder eine Selfpublishing-Plattform beteiligt war.

Zum Inhalt:
Harry Potter findet sich schwer verletzt vor dem Haus seiner Eltern wieder, offensichtlich ist er in seine eigene Vergangenheit gereist. Er selbst ist zu dieser Zeit noch nicht geboren worden und gibt erstmal einen falschen Namen an, um seine wahre Identität geheim zu halten. Harry kann sich nicht erinnern, wie er dort hin gekommen ist, sieht jedoch nun seine Chance gekommen, seine eigene Geschichte zu ändern und Voldemort ein für alle Mal aufzuhalten.

Ich persönlich finde diese Idee spannend und konnte kaum erwarten zu erfahren wie es weiter geht.

Jetzt kommt das große ABER: trotz der spannenden Geschichte ist es mir gleichzeitig echt schwer gefallen, weiter zu lesen. Die Gründe sind vielfältig:
1) Das Buch hat furchtbar viele Rechtschreib- und Grammatikfehler. Ich vermute, dass es hier weder ein Lektorat gab (was ja auch nicht zwingend sein muss und auch für angehende Autoren ziemlich kostspielig ist), noch wurde hier eine Rechtschreibprüfung gemacht wie sie jedes normale Textverarbeitungsprogramm beinhaltet. Die Fehler waren unter anderem:
- Zeitwechsel, die übliche einfache Vergangenheitsform wurde nicht komplett durchgezogen, immer wieder gibt es Sätze, die in der Gegenwartsform geschrieben wurden
- Verwechslung von als / wie
- Genitiv falsch bzw. nicht angewendet (jeden/jedem)
- Groß- und Kleinschreibung
- fehlende Leerzeichen oder unangebrachte Leerzeichen zwischen zusammengesetzten Wörtern
- Formatierungscodereste (Beispielzitat: "Draco sah sie mit einem Blick an der wohl sagen sollte, [style type="italic"] und das soll mir jetzt etwas sagen weil...[/style]")
- Kommasetzung
- das / dass
- Wörter einfach durchgehend falsch geschrieben (Gestallt)
- falsche Artikel gewählt ("das Kommentar")
- Auslassung von Buchstaben (snd statt sind)
und so weiter. Mit ein paar Fehlern kann denke ich jeder Leser leben, aber so viele sind einfach unnötig und nervtötend.
2) Sehr einfache Sprache, einige Wiederholungen. Ich vermute rein von den gewählten Ausdrücken und Wörtern, dass der Autor noch recht jung sein müsste, vielleicht unter 20. Das finde ich nicht schlimm, es ist eine reine Vermutung.
3) Ich kam immer wieder aus dem Lesefluss, wenn der Autor die Immersion durchbrach und den Leser daran erinnerte, dass der Autor dieses oder jenes gedacht oder gemeint habe
4) Manche Sätze sind unvollständig und ergeben keinen Sinn ("In dem Moment war er apparieren zu können."), ebenso brechen Absätze mitten im Satz ab, werden durch andere Absätze mit Dialogen unterbrochen und erst später weiter geführt. Das hat mich sehr verwirrt. Erst ein paar Seiten später habe ich verstanden, dass die Figuren aus einem Buch vorlasen und sich zwischendurch immer wieder über die Textpassagen unterhielten. Hier würde ich in Zukunft die Buchpassagen besser kenntlich machen, zum Beispiel durch kursive Schrift, da der Leser sonst nie weiß, wo sich die Geschichte gerade abspielt, im Buch oder im Raum der Lesenden.
5) Harry Potter wirkt nicht sehr glaubwürdig, wenn er zum einen Vater und Ehemann ist, zum anderen in der Bibliothek von Hogwarts reagiert wie ein bockiger Erstklässler.

Die Krönung war jedoch, dass es nach dem ersten spannenden Viertel des Buches nur noch darum ging, dass die handelnden Figuren das Buch "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" lesen und kommentieren, da die Geschehnisse aus besagtem Buch in deren Zukunft liegt. In Buchseiten wären das glatte 700 von 946 Seiten. So bekomme ich natürlich ein Buch schnell gefüllt, wenn ich ein anderes wiedergebe und die Figuren es kommentieren lasse. Und dann hört es einfach auf. Kein Kommentar am Ende, wie es weiter geht, keine Auflösung des ursprünglich spannenden Plotts, keine Hinweise, einfach nichts.Ich war sprachlos und sehr verärgert über die vertane Zeit.

Meine Vermutung ist, dass eins der anderen Bücher des Autors die Geschichte weiter führt. Ich ringe sehr hart mit mir, ob ich es mir antun möchte, das passende Buch heraus zu finden. Einerseits möchte ich wirklich wissen, wie die Geschichte ausgeht (ich liebe Harry Potter, sagte ich ja schon...). Andererseits... siehe oben. Ich bedaure es jedenfalls sehr, dass ich dieses Buch entdeckt und angefangen habe. Sonst würde ich mir nicht Gedanken um den Ausgang der Geschichte machen und ich müsste nicht eine schlechte Bewertung hinterlassen. Sehr schade, die Geschichte hat Potential, wurde aber durch die oben genannten Gründe leider komplett in den Sand gesetzt. Leider nur 1 von 5 Sternen.


Nachtrag 23.07.2017: Wie schon ganz oben geschrieben wurde dieses Buch und die anderen vier Bücher des Autors komplett von der Amazon-Plattform herunter genommen. Nur noch in meinen Bestellungen taucht es auf. Mysteriös...

Freitag, 14. Juli 2017

Gelesen: Sumerland 2: Prinz Zazamael

Vor einiger Zeit durfte ich euch schon Teil 1 der zweiteiligen Reihe vorstellen, heute folgt nun der zweite Teil, den ich ebenfalls über Literaturtest lesen durfte:


Das Buch wurde freundlicherweise von Panini kostenfrei zur Verfügung gestellt. Hier findet ihr weitere Informationen: klick. Vielen Dank nochmal für das Rezensionsexemplar.

Beschreibung
Serisada ist verschwunden, als das flüssige Silber ihr Stadtviertel überflossen hat. Damit gilt ihr Tod als hundertprozentig gewiss, denn das Silber ist der geheime Schrecken und das schmutzige Geheimnis hinter der glamourösen Fassade der Stadt. Das Silber wartet unten im Stadtkegel, um früher oder später alles aufzunehmen, was die Zivilisation von Waylhaghiri produziert. Prinz Zazamael ist seit jeher von Prinzessin Serisada besessen, weil nur sie für ihn ein gleichwertiges Gegenüber sein kann und keine Marionette – nur durch sie kann er den "wilden Wein" erlangen und die große Fusion zur Verschmelzung von Traum und Realität herbeiführen. Die Nachricht vom Tod von Prinzessin Serisada führt dazu, dass er sich selbst und sein Königreich verkommen lässt.(Quelle: Panini)

Autor
Dr. Johannes Ulbricht, geb. 1970 in München, ist Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht und Justiziar des Bundesverbands der Veranstaltungswirtschaft. Vor der Sumerland-Duologie ist von ihm der Games-Roman „Der Spielemacher“ (CSW-Verlag, 2010) erschienen. Er lebt in Hamburg und verpasst kein Sisters-of-Mercy-Konzert.
(Quelle: Amazon)

Das Buch
Das Taschenbuch hat 400 Seiten und wurde am 23.08.2016 als Artbook bei Panini veröffentlicht. Es lässt sich flüssig lesen, Rechtschreib- oder Satzfehler sind mir nicht aufgefallen.

Meinung
Das Wichtigste vorab: Wer den ersten Teil "Sumerland: Prinzessin Serisada" noch nicht gelesen hat, der sollte hier jetzt nicht weiter lesen oder zumindest nicht den Abschnitt zum Inhalt und gegebenenfalls sofort zum Fazit springen. Die beiden Bücher gehören untrennbar zueinander und bauen aufeinander auf. Diese Rezension hier könnte also Spoiler für das erste Buch enthalten.

Das Spiel
Wie schon in meiner Rezension zum ersten Band möchte ich nochmal kurz das Thema der dazugehörigen App aufgreifen. Die Apparatu Memoria App schickt den Spieler auf die Suche nach geheimen Symbolen und ermöglicht es, hinter den Vorhang unserer Realität und in das Sumerland zu blicken. Wer keine Möglichkeit hat, die Symbole zu suchen, der kann sie auf der Seite endederwelt Punkt de auch so scannen. Wer alle Rätsel lösen kann, darf sich auf einen exklusiven Soundtrack der Gruppe QNTAL freuen und auf die Aufnahme in die Geheimgesellschaft, die ab Sommer diesen Jahres als Fantasy-Rollenspiel starten wird. Ich habe mittlerweile alle Rätsel lösen können und kann sagen, dass es mir Spaß gemacht hat daran zu knobeln. Manche waren eher einfach, andere sehr kniffelig, im Endeffekt sind aber entgegen meiner ursprünglichen Annahme (ja ich bin manchmal zu ungeduldig...) alle lösbar. Und der Spieler erhält durch die App noch mehr Einblick ins Sumerland als allein durch die Bücher. Zumal die Betreiber der oben genannten Seite sowieso die Bücher als "Roman zum Online-Fantasy-Game" bezeichnen. Ich kenne andere Bücher, die auf Spielen basieren, und die sind meistens eher für die Fans der Spiele interessant und eher nicht literarisch herausragend (jedenfalls meiner Meinung nach). Hier ist das anders, Spiel und Bücher greifen ineinander, eins wäre ohne das andere nicht komplett. Die Fusion zwischen Fiktion und Realität, die in den Büchern ja angestrebt wird, ist hier zumindest gut gelungen finde ich.

Zum Inhalt
Prinz Zazamael steht kurz vor seinem Ziel, dem Palast der Prinzessin Serisada, als ihn die Nachricht vom vermeintlichen Tod der Prinzessin erreicht. Tief bestürzt zieht er sich zurück und überlässt die Verwaltung der Stadt dem geheimen Rat. Währenddessen hat Serisada aber doch mithilfe eines alten Freundes überlebt und schwört Zazamael und dem Rat furchtbare Rache, da Ratsmitglied und Mentor Azethot nicht einmal versucht hat ihr zu helfen, und die Stadt einfach so den Tod eines ganzen Viertels in Kauf nimmt, ohne sich darum zu scheren. Auf ihrer Reise durch die untersten Schichten der Turmstadt hinauf zum Palast Zazamaels sammelt Serisada eine Menge Anhänger und zettelt mit deren Hilfe eine Revolution an, die das gesamte System der Stadt ins Wanken bringt. Im großen Finale stehen sich die beiden Königskinder Auge in Auge gegenüber. Wer wird siegen? Was ist die große Fusion und was ist hinter dem Silbersee? Und was hat Susannes Geschichte damit zu tun, ist das Sumerland Fakt oder Fiktion?

Auch Band 2 besteht wieder zu einem großen Teil aus den inneren Monologen der unbekannten Singlefrau, die beruflich mittlerweile eine andere Richtung eingeschlagen hat und weiterhin gebannt der Kinderspielgeschichte ihrer Nichte Susanne lauscht. Im Gegensatz zum ersten Band fand ich die Monologe hier allerdings weniger nervend, viel passender und auch spannender. Ich denke immer noch, dass die Frau einen Psychologen besuchen sollte, doch die Geschichte reißt den Leser so sehr mit, dass sich plötzlich alles zusammenfügt. Es gab Stellen, an denen ich unbedingt wissen wollte, wie Susannes Geschichte weiter geht, dann sprang das Buch aber wieder zu Serisada und ich wollte unbedingt wissen, was dort geschieht. Das Buch war so spannend, dass ich es in wenigen Tagen durchgelesen hatte. Die meisten Fragen bekommen zum Ende hin auch eine Antwort, und die leicht kryptisch geschriebene Geschichte bekommt einen sinnvollen Abschluss. Nur eine Frage bleibt offen, und ich fürchte, die muss der Leser selbst interpretieren. Welche das genau ist wird nicht verraten. ;)

Das Cover
Band 2 zeigt ein Bild aus dem Inneren der riesigen Turmstadt, genauer gesagt den Basar der Tausend und abertausend Güter. Auf der Webseite vom Sumerland gibt es dieses und andere Bilder auch nochmal zum Anschauen. Das Coverbild lädt zum Verweilen und Betrachten ein, immer wieder fallen neue kleine Details auf. Ich finde es passend und gut gewählt für den zweiten Teil der Buchreihe.

Fazit
Kurz gesagt: ich bin begeistert. Das Lesen des zweiten Bandes in Verbindung mit dem Handyspiel hat mir viel Spaß gemacht und war beides spannend. Die Sprache im Buch ist manchmal ein wenig abgehoben und kryptisch, trotzdem passt es zur Gesamtstimmung und zum Konzept. Die Geschichte hat mich komplett gepackt und ich kann nicht anders als volle fünf Sterne zu geben. 


Ich bin sehr gespannt, wie es mit der Geheimgesellschaft weitergehen wird, ich halte euch auf dem Laufenden :)

Samstag, 1. Juli 2017

Mittwoch, 14. Juni 2017

Gelesen: Will sei Dank: Memoiren einer Frau mit Hund

Ein richtig tolles neues Buch, das ich über lesen durfte:


Das Buch wurde freundlicherweise vom Kynos Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt. Hier findet ihr weitere Informationen: klick. Eine Leseprobe kann man sich dort ebenfalls anzeigen lassen. Vielen Dank nochmal für das Rezensionsexemplar.

Beschreibung

Will ist ein Problemhund, aber für solche Fälle hat McConnell, die Expertin auf dem Gebiet des Hundeverhaltens ist, die richtigen Methoden zur Hand – dachte sie jedenfalls!

Der junge Border Collie, der Patricia schon als Welpe auf Schritt und Tritt folgte, verfällt immer wieder scheinbar unbegründet in Angst oder Wut. Damit bringt er sie nicht nur mehr als einmal an ihre Belastungsgrenze, sondern rührt auch alte, längst vergessen geglaubte Ängste, Schuldgefühle und Traumata in ihr selbst auf. So muss sie erkennen, dass sie Will nicht helfen kann, wenn sie nicht zuerst ihre eigenen Konflikte löst.

Verwoben mit Geschichten aus ihrem persönlichen Leben und von der Arbeit mit anderen Hunden erzählt die Autorin, wie sich das Band zwischen ihr und Will mehr und mehr stärkt. Sie erkennt dabei, dass nicht allein Willensstärke den Weg zur Überwindung alter Verletzungen weist, sondern dass es dazu den Mut zu Offenheit und Verletzlichkeit bedarf. Die nicht immer leichte Beziehung zwischen Patricia und Will wird so schließlich für beide zu einem Weg der Heilung.
(Quelle: Blogg dein Buch)

Autor

Particia B. McConnell ist außerordentliche Professorin für Zoologie an der Universität von Wisconsin-Madison (USA), zertifizierte Tierverhaltenstherapeutin und Autorin mehrerer Bestseller. Mit ihrem Mann, ihren Hunden und ihren Schafen lebt sie auf einer Farm in Wisconsin. Ihr Buch »Das andere Ende der Leine« (2002) zählt inzwischen zu den Klassikern der Hundeliteratur.
(Quelle: Blogg dein Buch)

Das Buch

Das Hardcoverbuch hat 265 Seiten und wurde am 1. April 2017 beim Kynos Verlag veröffentlicht. Es lässt sich flüssig lesen, Rechtschreib- oder Satzfehler sind mir nicht aufgefallen.

Meinung

Patricia B. McConnell ist international bekannt als Honorarprofessorin für Tierverhalten, Hundeverhaltensberaterin und Bestseller-Autorin von Hundefachbüchern . Mit ihren Sachbüchern vermittelt sie Wissen und Verständnis zum Mysterium Hund und klärt viele kleine und große Irrtümer auf. Die Bücher "Das andere Ende der Leine" und "Die Hundegrundschule" habe ich im Rahmen meiner eigenen Ausbildung zur Hundetrainerin gelesen und kann beide absolut empfehlen.

Mit Will sei Dank geht die Autorin nun einen anderen Weg, denn dieses Buch ist kein Sachbuch sondern ein emotionaler Einblick in ihre eigene traumatisierte Seele und die ihres Bordercollies. Will, der als zauberhafter Welpe zu ihr kam und trotz seines jungen Alters schon genauso traumatisiert zu sein schien wie sie es selbst war. Will, der in der einen Sekunde voller Vertrauen an sie gekuschelt da lag und in der nächsten förmlich explodierte, als würde es einen Bombenangriff geben und die Welt würde untergehen. Patricia "Trish" McConnell hatte seit ihrer Kindheit selbst mit eine Angst- und Panikstörung zu kämpfen und wurde durch die plötzlichen Ausraster ihres Hundes ebenfalls an ihre Grenzen gebracht. Anstatt dem Hund Ruhe zu vermitteln wurde sie selbst jedes Mal in Panik versetzt und musste einsehen, dass sie selbst noch eine Menge zu verarbeiten hat, damit sie sich und ihrem Hund das geben kann, was beide brauchen.

Die Autorin schafft es, den Leser mitzunehmen und springt zwischen ihrer eigenen Vergangenheit und dem Erlebten mit Will kapitelweise hin und her. Dabei wurde es nie langweilig, ich war gespannt, wie die Geschichte weiter geht und als nach und nach immer mehr aufgedeckt und erzählt wurde, ging mir die Erzählung wirklich nah.

Darüber hinaus berichtet sie auch von Erlebnissen mit Kunden und ihren Hunden aus der täglichen Praxis, und wie sie manche Fälle persönlich reifen und wachsen ließen.

Nur eine Kleinigkeit ließ mich ein wenig die Stirn runzeln: In den Neunzigern nahm Trish an einem Hoffmann-Seminar teil und bezeichnet es als augenöffnend und sehr hilfreich. Ich freue mich, dass es ihr geholfen hat, jedoch möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass diese Methode große Risiken eines emotionalen Zusammenbruchs birgt und nicht für schwer traumatisierte Menschen geeignet ist.

In ihrem Vorwort schreibt McConnell:

Angefangen habe ich dieses Buch für mich selbst, aber beendet habe ich es für jemand anderen. Ich weiß nicht, wer diese Person sein wird, aber wenn Will sei Dank auch nur einer einzigen Person so viel helfen wird, wie das Buch Jenseits des Schweigens mir geholfen hat, dann war es die fünf Jahre wert, die mich sein Schreiben gekostet hat.

Ich weiß nicht, wie sehr ihr das andere Buch geholfen hat. Mir jedenfalls hat Will sei Dank in meiner persönlichen Geschichte so weit weiter geholfen, als dass ich nun neuen Mut geschöpft habe, meine eigene Geschichte aufzuarbeiten und die Hoffnung habe, eines Tages das Leben voll und ganz genießen zu können. Ich kann dieses Buch von Herzen weiterempfehlen, egal ob jemand eine eigene unschöne Geschichte hat oder nicht, Hundetrainer, -Besitzer oder -Interessierter ist, das Buch ist einfach toll zu lesen. Daher kann ich hier nichts anderes als 5 Sterne vergeben.


Freitag, 2. Juni 2017

Gelesen: Das forensische Gemetzel

Für mich als Mini-Blogger ist es eine große Ehre, wenn Autoren meine Rezensionen ihrer Bücher lesen und mir dann auch noch schreiben um sich zu bedanken. So geschehen bei "Gas und Galle" mit der sehr netten Autorin A.C. Scharp. Umso mehr habe ich mich gefreut, als sie mir ihr neues Buch zur Rezension zur Verfügung stellte:


An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank dafür ♥. Hier findet ihr weitere Informationen und könnt das Buch bestellen: klick.

Beschreibung
Nichts ist mehr sicher, wenn die Normalen zum Problem werden

Der Alltag der forensischen Psychiatrie in Frackhausen ist beschaulich, bis sich ein Serienmörder entschließt, wieder in seine Heimat zurückzukehren.
Der muss weg! Da sind sich die Ehemänner seiner Opfer einig. Leider greifen sie zu Mitteln, die den Chefpsychologen der Klinik in arge Bedrängnis bringen. Der versucht, in einer Welt der Selbstdarsteller und Egomanen seine brüchige Fassade aufrechtzuerhalten.
Der Leser bleibt mit der Frage zurück: Sitzt die Gefahr wirklich nur hinter den hohen Mauern? Die forensische Psychiatrie, in der es drunter und drüber geht. Für Liebhaber der burlesken Absurdität.(Quelle: acscharp.com/)

Autor
Ich schreibe keine Krimis oder Thriller, sondern fühle mich bei Humor - durchaus schon mal schwarz - bis hin zum burlesken Wahnsinn zuhause. Wahrscheinlich ein Grund, warum ich keine Bestseller-Autorin werde. Ich glaube, mit diesem Genre ist das allgemein schwierig. Egal, das macht mir Spaß und dabei bleibe ich auch. Höchstens mal ein Krimi mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor. Das kann ich nicht ausschließen.

Ich würde mich kugelig freuen, wenn ich den ein oder anderen Leser unter euch erreichen kann. Wenn ihr Lust habt, besucht mich auf www.acscharp.com oder auf Facebook unter facebook.com/scharp.ac/.(Quelle: Amazon)

Das Buch
Das Taschenbuch hat 338 Seiten und wurde am 24. April 2017 auf der CreateSpace Independent Publishing Platform veröffentlicht. Es lässt sich flüssig lesen, Rechtschreib- oder Satzfehler sind mir nicht aufgefallen.

Meinung
Dass Autorin A. C. Scharp Bücher mit viel Humor und einer gewissen Schrägheit schreiben kann, hat sie bereits mit ihrem Debütroman "Gas und Galle" bewiesen. Ihr neuestes Buch "Das forensische Gemetzel" nimmt den Leser nun mit in die Welt einer forensischen Psychiatrie, in der tatsächlich nicht so ganz klar ist, ob nun die Patienten oder das Krankenhauspersonal verrückter ist. Da gibt es einen Anstaltsleiter, der seine Zeit am Liebsten fern von allen Mitarbeitern im Fitnessstudio oder auf Pornoseiten verbringt, eine nymphomane Therapeutin, der es ziemlich egal ist für wen sie nun gerade ihr Röckchen hebt, einen Arzt, dessen Methoden direkt aus Horrorfilmen zu stammen scheinen, eine vollbusige Schwester, die Jagd auf arme Chefpsychologen macht und ein Chefpsychologe, der sich auf einmal wünscht nie geboren worden zu sein. Dagegen wirken die forensischen Patienten doch ziemlich normal. Als wäre das noch nicht wild genug kehrt nun auch noch ein Serienmörder als neuer Patient in die alte Heimat zurück, in der er vor 15 Jahren vier Frauen ermordet hat. Klar, dass die vier Witwer das gar nicht lustig finden und versuchen, endlich Rache zu nehmen.

Trotz kleinerer Kritikpunkte am ersten Roman war ich schon allein aufgrund des Themas gespannt auf den zweiten. Psychiatrie bzw. Psychologie hat mich schon immer interessiert, und der Klappentext hat definitiv nicht zu viel versprochen. Die Autorin schafft es, vor allem dem Protagonisten einiges an Tiefe zu geben, und durch die Auflistung der handelnden Personen am Anfang des Buches fiel es mir dieses Mal auch nicht schwer, den Überblick zu behalten. Der schräge Humor und einige aberwitzige Situationen haben mich oft zum Lachen gebracht, und so war ich ein wenig traurig, als das Buch durchgelesen und die Geschichte zu Ende war. Am Liebsten würde ich noch mehr Geschichten rund um die Forensische Psychiatrie in Frackhausen lesen und so kann ich nicht anders als volle 5 Sterne für diesen herrlichen verdrehten Kriminalroman zu geben. Ich bin schon gespannt, ob und was als nächstes von Frau Scharp zu lesen sein wird. 😊


Mittwoch, 24. Mai 2017

Gelesen: Sumerland 1: Prinzessin Serisada

Sagt euch Augmented Reality etwas? Das Buch, welches ich über Literaturtest lesen durfte, hat eine dazugehörige App und lässt den Leser durch kleine Löcher in unserer Realität ins Sumerland blicken:


Das Buch wurde freundlicherweise von Panini kostenfrei zur Verfügung gestellt. Hier findet ihr weitere Informationen: klick. Eine Leseprobe kann man sich dort ebenfalls anzeigen lassen. Vielen Dank nochmal für das Rezensionsexemplar.

Beschreibung
Nur wenige Eingeweihte wissen, dass unsere Zivilisation nichts als eine kollektive Illusion ist, in der die Menschen gefangen gehalten werden. In Wahrheit tobt ein geheimer Krieg in der phantastischen Realität hinter der Scheinwelt unseres Alltags. Auf der einen Seite steht der babylonische Stadtkegel von Waylhaghiri, in dem alle Zivilisationsepochen der Menschheit übereinander geschichtet sind. Diese einzige Stadt auf der Welt lebt von der Perfektionierung der zivilisatorischen Ästhetik. Glamour, Moden und kalkulierte Manipulation sind bis in die Intimsphäre allgegenwärtig. In diesem System müssen die Bewohner ihren sozialen Status jeden Tag aufs Neue verteidigen. Auf der anderen Seite steht die umgebende Wildnis des Sumerlandes, in der Tiermenschen leben, die verspielt und kindlich, aber auch unberechenbar und grausam sind. Die jahrhundertealten, doch ewig kindlichen Herrscher beider Reiche, Prinz Zazamael und Prinzessin Serisada, kämpfen erbittert um die Vorherrschaft. Zazamael benötigt für die endgültige Dominanz seines Reiches – die in Form einer Emulsion von Traum und Wirklichkeit namens „große Fusion“ erfolgen soll – den „wilden Wein“ als rettendes Elixier. Auf der Suche nach dem „wilden Wein“ dringt er unter ständiger Bedrohung durch die sumerländischen Tiermenschen ins Herz von Serisadas Reich vor. Auf dieser Reise werden alle seine Gefährten einer nach dem anderen hingemeuchelt, wobei der Prinz das eigentliche Ziel des Attentäters zu sein scheint. Erst einen Schritt vor dem Ziel angekommen erkennt Zazamael, wer der Mörder ist. Währenddessen gelingt es Serisada, als Spionin in Waylhaghiri einzudringen. Dort hat sie die schwierige Aufgabe, sich in der Zivilisation zu behaupten, ohne enttarnt zu werden. Zunächst gelingt ihr eine beachtliche Karriere als Designerin, bis es zu einem der regelmäßigen Zusammenbrüche der ästhetischen Muster in Waylhaghiri kommt, wodurch – wie jedes Mal – ein Teil der Stadt untergeht, indem er von dem tödlichen Silber bedeckt wird. Leider ist es der Teil der Stadt, den Serisada designt hat und in dem sie lebt.(Quelle: Amazon)

Autor
Dr. Johannes Ulbricht, geb. 1970 in München, ist Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht und Justiziar des Bundesverbands der Veranstaltungswirtschaft. Vor der Sumerland-Duologie ist von ihm der Games-Roman „Der Spielemacher“ (CSW-Verlag, 2010) erschienen. Er lebt in Hamburg und verpasst kein Sisters-of-Mercy-Konzert.(Quelle: Amazon)

Das Buch
Das Taschenbuch hat 352 Seiten und wurde am 22. August 2016 als Artbook bei Panini veröffentlicht. Es lässt sich flüssig lesen, Rechtschreib- oder Satzfehler sind mir nicht aufgefallen.

Meinung
Ich stelle heute nicht nur den ersten Band des Zweiteilers Sumerland vor, sondern auch die dazugehörige App, Daher gliedere ich der Übersichtlichkeit halber meine Rezension in kleinere Abschnitte.

Zum Inhalt
Die Wirklichkeit ist nicht das, was wir tagtäglich sehen. In Wirklichkeit gibt es nämlich nur eine einzige riesige Stadt auf der Welt namens Waylhaghiri, und ihre Bewohner sind sich oft gar nicht bewusst, dass sie eigentlich in dieser Turmstadt leben. Nur wenige Eingeweihte kennen die Wahrheit und können den Schleier der scheinbaren Realität lüften und in die Stadt sehen. Die Stadtbewohner bekommen jeden Tag neue Aufgaben vom Rat zugewiesen, und je nachdem wie erfolgreich sie sind bekommen sie abends einen mehr oder weniger guten Schlafplatz zugewiesen. Je erfolgreicher die Menschen sind, desto höher steigen sie in der Stadt auf und desto mehr Luxus und Glamour bekommen sie. Versagen sie jedoch müssen sie weiter nach unten und verlieren Privilegien und Ansehen. Prinz Zazamael, dem die Stadt offiziell untertan ist, wohnt natürlich ganz weit oben und lässt seine Stadt durch den Rat leiten und lenken. Alle in der Stadt streben nach der großen Fusion, was das ganz genau bedeutet wird allerdings erst nach und nach klarer. Schon viele viele Versuche sind fehlgeschlagen, und nun macht sich der Prinz mit einigen Soldaten auf ins Sumerland, in der Hoffnung, dort die fehlende Zutat zu finden, die das Gelingen der großen Fusion garantiert. Doch das Sumerland scheint gar nicht so friedlich zu sein, ein Attentäter reduziert die Elitesoldaten rund um den Prinzen immer weiter, und es scheint, dass der Prinz immer nur durch Glück und Zufall nicht Ziel des aktuellen Attentates wird. Wer ist der geheime Attentäter, warum kann man ihn nicht erwischen und wird der Prinz die geheime Zutat finden?

Zazamaels Gegenspielerin ist Prinzessin Serisada, Herrscherin über das wilde und natürliche Sumerland. Wie der Prinz ist sie Jahrhunderte alt, wirkt aber noch immer wie ein Kind. Durch die immer weiter vorrückende Okkupationsarmee des Prinzen sieht sie sich gezwungen, undercover in die Stadt zu schleichen und dort eine Revolution anzuzetteln, die den Prinzen hoffentlich stoppen wird. Die Stadt ist ganz anders als alles was sie bisher kannte, und sie Serisada muss sich anstrengen um nicht aufzufliegen. Wird es ihr gelingen?

Die dritte Erzählperspektive ist eine nicht weiter benannte Ich-Erzählerin, die einen stressigen Job in einer Marketingagentur hat und teilweise in das große Geheimnis eingeweiht wurde. Sie kann hinter den Schleier ins Sumerland und nach Waylhaghiri schauen und beobachtet den Prinzen und die Prinzessin auf ihren jeweiligen Missionen. Dabei führt sie innere Monologe mit einer Person aus ihrer Vergangenheit, die gestorben ist und sie nun scheinbar anklagend und stumm verfolgt wohin sie auch geht. Der Leser erlebt mit, wie die Erzählerin sich in ihrem tristen Alltag schlägt und wie sie zur Halb-Eingeweihten wurde.

Augmented Reality
Ich weiß nicht, ob ich in meinem Alter jenseits der 20er das Wort überhaupt benutzen darf, ich mache es trotzdem: Als ich die Sumerland-Bücher, die Realität und Fiktion miteinander mittels Augmented Reality verbinden, zur Rezension angeboten bekam, war ich sofort gehypt (die korrekte Schreibweise musste ich erstmal nachschlagen, also lass ich das lieber in Zukunft und drücke es anders aus 😋). Zu den beiden Büchern gehört nicht nur eine eigene Webseite ( http://www.endederwelt.de/ ) sondern auch eine faszinierende App, die Apparatu Memoria App (erhältlich in den üblichen Appstores). Mit dieser App, die nebenbei gesagt ganz ohne Werbung oder Datensammelkraken auskommt, kann man sich mittels einer Karte auf die Suche nach bestimmten Symbolen machen und es dann in der App scannen. Hat man keine der Symbol-Orte in der Nähe, kann man auch die Symbole auf der Webseite scannen. Das macht zwar weniger Spaß, ist aber trotzdem sehr faszinierend. Das Symbol scheint beim Scannen auf dem Handy zu zersplittern:


In diesem Beispiel ist schon der Turm vom Buchcover zu erkennen, nur dieses Mal hat es den Anschein, als könne man ihn wirklich in der Ferne sehen, er erscheint dreidimensional und wenn das Handy etwas hin und her bewegt wird bewegt sich das Bild mit, als ob man durch ein Fenster schaut. Die Teschnik dahinter hat wohl etwa 200.000 € gekostet und ist das fortschrittlichste Beispiel für Augmented Reality auf dem Markt.

Nach dem Scannen wird in der App ein Rätsel freigeschaltet. Die sind mal etwas einfacher wie zum Beispiel etwas auf einem Wimmelbild suchen, mal etwas schwieriger. Manche der Rätsel waren schon ganz gute Kopfnüsse, für mich als Rätselfan echt klasse gemacht. Zwei der 12 Rätsel habe ich bisher nicht lösen können, ich hoffe auf Hinweise dafür im zweiten Band.

Wer alle 12 Rätsel gelöst hat wird mit einem Code für ein geheimes Lied von der Band QNTAL belohnt. Dieses Lied ist nicht öffentlich und nur denjenigen zugänglich, die den Code einschicken.

Das Cover
Das Cover zeigt die einzige Stadt der Welt namens Waylhaghiri inmitten der endlosen Weiten des sommerlichen Sumerlandes. Im unteren Teil der Stadt befinden sich heute nur noch Slums und arme Bezirke, der Stil ist antik. Je weiter man in der Turmstadt nach oben geht, desto moderner und angesehener werden die Stadtbezirke. Ganz oben ist das modernste und neuste "Stadtviertel". Das 'A' im Titel ist das gleiche Symbol, das Prinz Zazamael auch auf seinem Kragen trägt.

Meine Meinung zum Buch
Zugegebenermaßen kam ich am Anfang des Buches eher schwer in die Geschichte rein. Die Ich-Erzählerin scheint mir leicht psychisch gestört zu sein, sie beschreibt konfus ihren Alltag und erst nach und nach wird klar, mit wem sie da eigentlich die ganze Zeit redet. Sie tagträumt lieber vom Sumerland als ihrer Arbeit nachzugehen und beschreibt gefühlsmäßig kalt was sie selbst erlebt hat und was sie plant. Als Leser hatte ich starke Distanz-Gefühle, sympathisch wurde mir die Figur während des ganzen Buches nicht. Nun nimmt sie aber gut ein Viertel des ganzen Buches mit ihren Passagen ein, daher muss man sich wohl oder übel mit ihr auseinander setzen. In der Zeit beschäftigte ich mich öfter mit der oben genannten App und löste ein paar der Rätsel, so wuchs mir die Welt schließlich doch schnell ans Herz. Zum Ende hin fand ich dann auch diese Ich-Erzählerpassagen interessanter, da sich neue Informationen ergaben, die alles auf den Kopf stellen könnten.

Ganz anders die Passagen aus dem Sumerland und aus Waylhaghiri, die fand ich nämlich gut geschrieben und recht spannend. Man lernt das Leben in der Stadt näher kennen, erfährt mehr über die seltsame Flüssigkeit des Silbersees, den es sowohl inmitten des Stadtkegels als auch rund um den Palast der Prinzessin gibt. Ich bin sehr gespannt wie es mit den Königskindern weiter geht im nächsten Band, zumal es am Ende des Buches reichlich Cliffhanger gab.

Die beiden Bücher erscheinen mir nicht wie zwei Bände einer Buchserie sondern eher wie ein zweiteiliger Film zu sein, es macht keinen Sinn den zweiten Teil zu beginnen ohne den ersten zu kennen. Faszinierend fand ich auch, dass hinter der scheinbar harmlosen Geschichte um die beiden Herrscher reichlich Sozialkritik und Ironie versteckt. Sehr oft hatte ich das Gefühl, dass der heutigen Gesellschaft mit dem Buch ein Spiegel vorgehalten wird, und das in einer spannenden, frischen und ungewöhnlichen Geschichte verpackt.

Fazit
Ein interessantes Konzept, eine weitesgehend spannende Geschichte, eine tolle App - ich bin gespannt wie die Geschichte weiter geht. Für die etwas abschreckenden Monologe muss ich allerdings einen Punkt abziehen und vergebe daher 4 von 5 Sternen.

Donnerstag, 4. Mai 2017

Gesehen: Poldertuin in Anna Paulowna

Hallo ihr Lieben, zur Zeit ist es ein wenig ruhig hier, das kommt zum einen durch etwas Stress vor dem Urlaub und zum anderen weil ich in ebendiesem Urlaub gerade bin 😊

ACHTUNG BILDERFLUT 😎

Neben häkeln und Lesen machen wir natürlich aus Ausflüge, leider ist kein Strandwetter und so suchen wir immer nach Alternativen die wir noch nicht kennen in dieser Gegend. Wir sind jetzt schon zum vierten Mal in diesem Teil der Niederlande und es ist ein wenig wie nach Hause kommen ♥

Vorgestern besuchten wir die Blumentage in Anna Paulowna (sprich: Anna Polona), ein kleines Städtchen in der Nähe von Den Helder in Nordholland, das wir bisher immer irgendwie ausgelassen hatten. Die Blumentage gingen das ganze verlängerte Wochenende lang und die Straßen waren geschmückt mit Blumengirlanden, fast jedes Haus hatte die niederländische Flagge draußen und über die Stadt verteilt gab es Mosaiken aus Blüten wie dieses hier:





Faszinierend wie viel Arbeit in einem solchen Mosaik steckt, und wie viele verschiedene Pflazneteile allein in dem hier steckt. Wir konnten aufgrund des nicht so guten Wetters leider nicht mehr fotografieren als das hier, haben aber noch ein Porträt von Anna Paulowna, eine Rakete im All und eine griechische altertümliche Szene gesehen als Mosaik.

Wo wir schon mal da waren haben wir natürlich auch den Poldertuin besucht, ein Park in dem zig verschiedene Sorten Tulpen und Narzissen in Grüppchen gepflanzt  und beschriftet wurden.




Dieser herrliche Duft ♥





Trotz Wind und frischen Temperaturen waren wir lange in dem Park und gefühlt habe ich jede Tulpe dort mindestens einmal geknipst, das hier ist nur eine sehr kleine Auswahl an Bildern 😋







Der Park muss auch im Sommer nach der Tulpenblüte schön sein mit den ganzen Bäumen, dem Wasser und kleinen Brücken.





Hier seht ihr das sogenannte Polderhuis und die Information dazu. Kurz gesagt war das Polderhuis ursprünglich ein Verwaltungshaus für das eingedeichte Binnenland um Anna Paulowna. Heute gehört das Haus einem Privatmenschen, der Park ist immer noch in Gemeindebesitz.



Trotz des eher unschönen Wetters war es ein wunderschöner Ausflug und ich freue mich auf die kommenden Tage mit Schatz und Hund in unserem kleinen Bungalow.

Bis bald
Joya